Hörbar machen - hörbar sein: DIE PodcastReihe von female.vision

Hörbar machen - hörbar sein: DIE PodcastReihe von female.vision

Hörbar machen - Hörbar sein

#30 Constanze Buchheim

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Constanze Buchheim stellt vor, was sie wesentlich geprägt und zu einer Vorreiterin von „future leadership“ gemacht hat. Sie erklärt, welche Phänomene aus ihrer Sicht die Weiterentwicklung des Verständnisses von Führung unabdingbar machen:

1. Unsicherheit: Sie dominiert spätestens seit Corona und Ausbruch des Ukraine-Krieges Gesellschaft, Märkte, unser Leben. Gefordert ist schnelle Anpassungsfähigkeit. Diese kann ihrer Ansicht nach nur mit Agilität gelöst werden, also dem Übertragen von Verantwortung auf Viele und einer Demokratisierung der Arbeitswelt.

2. Verschiebung der individuellen Bedürfnisse: Um in gleichberechtigten Partnerschaften aber auch individuell alle Themen des Lebens unter einen Hut zu bekommen, wird das Sinn- und Autonomiestreben immer größer. Gefühlt ist Lebenszeit das begrenzte Gut, auf es sich zu optimieren gilt.

Constanze Buchheim entwirft ein Bild von reifer Führung. Sie ist überzeugt, dass beide Trends bedürfniszentrierte Führung erfordern. Wer Führungsverantwortung trägt, sollten daher in der Lage sein, bewusst im Interesse von Rolle und Verantwortung zu agieren und nicht Ich-bezogen. Die aktive Arbeit an der individuellen Reife ist die Voraussetzung, offen für die Bedürfnisse Anderer und damit für eine bedürfniszentrierte Verantwortungsübernahme zu sein. Für Constanze Buchheim ist das DIE Zukunftskompetenz. Die neue Elite kann genau das.

Der Appell, individuell und in Führung Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen, zieht sich durch das Gespräch – und ist dann tatsächlich auch der Abschlussappell!!

#29 Marie-Alix Ebner von Eschenbach

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Unsere Gesprächspartnerin ist Marie-Alix Ebner von Eschenbach mit der wir als erfahrene Syndikusrechtsanwältin und Lobbyistin über ihren Lebensweg, auf dem sie immer wieder Gesetzesvorhaben mitgestaltet hat, sprechen. Dies aber nicht in der Legislative, sondern durch Vertretung der rechtlichen und politischen Interessen ihrer Arbeitgeber oder der Organisationen und deren Mitglieder, für die sie gearbeitet hat. Wir sprechen über Macht, Einflussnahme, die Bedeutung von Netzwerken und wie wichtig es ist, sich immer wieder klarzumachen, dass Macht in Rahmen von Organisationen oder Projekten nur geliehene Macht auf Zeit ist, die der Sache dienen sollte. Mit dieser Haltung bekommt der Wechsel von Jobs etwas Spielerisches. Dass dies durch ein Lebensmodell mit geteilter Verantwortung für Familie und Beruf in der Partnerschaft erleichtert wird, ist für Marie-Alix Fakt. Deswegen setzt sie sich so sehr für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Führung ein. Sie ist fest davon überzeugt, dass nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer sehr davon profitieren.

#28 Kirstine Fratz

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Zeitgeist: Was ist das und warum treibt er uns an? Das diskutieren wir mit der Zeitgeistforscherin Kirstine Fratz.

Ihre Überlegungen lassen uns aufhorchen! Eines ihrer Statements: Die Veränderung des Verhältnisses der Geschlechter hat einen weitaus disruptiveren Effekt als die meisten der anderen gesellschaftlichen Themen. Denn wenn Frauen nicht mehr die Rolle einnehmen, familiäre und gesamtgesellschaftliche Systeme unsichtbar und unentgeltlich zu stabilisieren, sondern für ihre Leistungen entsprechende Anerkennung und Bezahlung einfordern, verrutschten die bisherigen Strukturen gewaltig. Es wird spannend, wie diese fundamentale Veränderung die Gesellschaft neu ausrichten wird.

Unser Learning: Veränderung entsteht vielmehr durch Sehnsucht als durch Vernunft. Unsere Sehnsucht lässt uns von einem anderen / besseren Leben träumen und der Zeitgeist zieht ganz leise und heimlich mit. Dadurch entsteht Sog, der Veränderung bewirkt. Hört rein, wohin es uns zieht!

#27 Zoé von Finck

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„Ich bin so frei“ ist das Motto des Podcast von Zoé von Finck – das spricht uns sofort an, denn was es mit der Freiheit und dem „Freisein“ auf sich hat, ist in diesen Zeiten, wo unter Freiheit soviel Unterschiedliches verstanden wird, ein spannendes Thema.
Also, was ist Freiheit denn: Es ist die Freiheit, seine Meinung sagen zu können, sich frei bewegen zu können und sich frei entscheiden zu können, was man tut. Dafür braucht es Mut, sich frei zu entscheiden was man tut, auch gegen Widerstände. Aber bedeutet das denn, dass der eigene Individualismus über den Interessen anderer auf Entfaltung ihrer Freiheit steht? Nein, das natürlich nicht, Freiheit ist nur möglich, wenn alle sich frei entfalten können – es gilt Freiheit und Gerechtigkeit auszubalancieren – wie das gelingen kann, diskutieren wir mit Zoé von Finck – hört rein!

#26 Barbara Praetorius

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Professorin für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Energieökonomie und -politik, eine der vier Vorsitzenden der sog. „Kohlekommission“, Mitglied mehrerer Aufsichtsräte, Mitgestalterin der deutschen Energiepolitik über den Think Tank agora Energiewende, Gleichstellungsbeauftragte in der HTW Berlin – all das beschreibt Barbara Praetorius, mit der wir ins Gespräch gehen und wissen wollen, wie sie sich in all ihren einflußreichen Positionen Gehör verschafft.

Was hören wir: Dahinter steckt harte Arbeit, Kompetenz und Wissen – damit hat sie immer gepunktet und das macht sie überzeugend. Braucht es da noch eine Gleichstellungsbeauftragte? Ja! Bei aller Kompetenz und Wissen, es geht auch um Chancengleichheit und -gerechtigkeit und die fängt im Unialltag mit der Anzahl der Veröffentlichungen an, damit man, wenn das eigene Thema aktuell wird, auch gesehen und gerufen wird.

#25 Claudia Müller

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Wir sind im Gespräch mit Claudia Müller, die das female finance forum „3f“, ein Frauen-Netzwerk für Austausch und Weiterbildung in Geldfragen, gegründet hat. Der Titel ihres jüngst erschienenen Buches „Finanzen – Freiheit – Vorsorge“ spiegelt wider, worum es ihr geht – die finanzielle Unabhängig der Frau, und um es ganz genau zu sagen, der Mütter! Denn statitisch leben Mütter viel häufiger als Väter in finanzieller Abhängigkeit und sind durch ihre Berufsbiographie dem Risiko von Altersarmut viel stärker ausgesetzt als die Väter.
Mit Claudia Müller erleben wir im Gespräch eine Frau mit klaren Visionen, für sich, für ihre Zielgruppe und die Finanzwirtschaft, für ihr Unternehmen und ihre eigene Zukunft. Sie geht unbeirrt ihren Weg, hat ihre eigenen Finanzenim Blick und ihre Bedürfnisse. Wir lernen über die Umsetzung ihrer Vision, ihren Weg und warum wir eher früher als später anfangen sollten, Geld zu sparen und anzulegen. Auf in die finanzielle Selbstbestimmtheit ist ihr Appell an die Frauen.

#24 Silvie Rundel

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Was passiert eigentlich, wenn „DIE ZEIT“ spricht? Auskunft gibt uns Silvie Rundel, die Leiterin Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen in der ZEIT Verlagsgruppe. Während ihre Kolleg:innen sehr gerne mit Externen diskutieren und um Meinungen feilschen, war ihrer Meinung nach die Diskussionskultur innerhalb der Gruppe stark geprägt von einer sog. "'Schweizer Höflichkeit", in der man sich eben nicht gegenseitig in Frage stellt. Daher sollte das kontroverse Diskutieren intern in Gang gebracht werden.
Und was ist passiert? Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden über Hierarchieebenen hinweg gematched und sollten über vorgegebene kontroverse Fragen diskutieren. Das hat in vielen, aber nicht in allen Fällen zu einem besseren gegenseitigen Verständnis geführt. In jedem Fall werden das kontroverse Diskutieren und Zuhören geübt.
Sie ist der Überzeugung, dass eine gute Diskussionskultur und Offenheit für die Vielfalt der Meinungen zentral für den Erfolg von Unternehmen und Innovation sind. Aber, sowohl Kulturwandel als auch die Fähigkeit zur Kontroverse kommen nicht über Nacht; sie müssen geübt werden!

Foto: (c) Ina Mortsiefer DIE ZEIT

#23 Andrea Bitzer

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Andrea Juliane Bitzer berichtet von ihrem Weg von der Fast Fashion zur Eco & Fair Fashion. Als Textilmanagerin ist sie über einige Jahre in dem internationalen Metier sehr erfolgreich gewesen, bis sie sich die Sinnfrage gestellt hat. Für den Wechsel brauchte es eine klaren „Cut“, eine Reise nach Südamerika, in andere Welten. Zurück kam sie, mit dem Entschluss, anders arbeiten zu wollen. Das setzte sie um und nebenher hat sie mit ihrer Schwester das Buch „Green Rebels“ geschrieben, ein Buch, in dem Frauen, die grün gründen, porträtiert werden.

Wir wollen wissen, was anders ist in dem Eco & Fair Fashion Unternehmen und philosophieren mit ihr über die Herausforderungen, nachhaltig zu leben und zu konsumieren. Und natürlich sprechen wir über ihr Buch, warum die Partnerwahl so wichtig ist für das Gründen, diskutieren, ob „Grünes Gründen“ weiblich ist und wie sich Veränderung im Privaten auf alle anderen Lebensbereiche auswirken.

#22 Clara Bräuer und Laura Haverkamp

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Clara Bräuer und Laura Haverkamp berichten von ihrer Arbeit bei Ashoka, einem Netzwerk zur Stärkung von Sozialunternehmer:innen. Seit 2018 arbeitet Ashoka in Deutschland selbstorganisiert mit kompetenzbasierter Führung. Uns fasziniert sowohl die Arbeit selbst, gesellschaftliche Probleme mit einem unternehmerischen Spirit und innovativen Ansätzen anzugehen, wie auch die radikale eigene Organisationsform von Ashoka.

Wir wollen wissen, was die Voraussetzungen für das Gelingen von Selbstführung in einer Organisation sind und ob es bestimmte Eigenschaften gibt, die man dafür mitbringen muss. Laura berichtet von dem Weg, den Ashoka gegangen ist und wir erfahren, dass ‚Bedienungsanleitungen für sich selbst‘, die man für die Kolleg:innen verfasst und das Abtrainieren von Konfliktscheue sehr hilfreiche Elemente für das Gelingen von selbstgeführten Organisationen sind. Wir sprechen darüber, ob Arbeiten in einer selbstgeführten Organisation bereits der Schlüssel für eine nachhaltige Welt sein kann, diskutieren darüber wie Engagement nachhaltig bleiben kann und erfahren von Clara und Laura, wie sich ihr Blick auf die Zusammenarbeit im Team verändert hat.

#21 Katrin Richthofer

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In unserem Podcast #21 sprechen wir diesmal live auf der herCareer Messe mit Katrin Richthofer, einer Mitgründerin von "Maria 2.0" in München.
Sie berichtet, wie Sie zu der (durch ihren „Kirchenstreik“ 2019 und Thesenanschlag 2020 bekannt gewordenen) Gruppe gekommen ist, warum sie dort gegen alle Widerstände mitmacht und durch ihr Engagement für eine Erneuerung der römisch-katholischen Kirche insgesamt politischer geworden ist.
Für eine Veränderung von Innen braucht es ihrer Meinung nach Durchhaltevermögen, ein „sich nicht entmutigen lassen“. Es braucht viele Mitstreiter*innen, Stimmen mit Gewicht. und Mut, Frauen wie Männer. Es ist die Veränderung von Innen, die an dieser Bewegung so spannend ist, denn ja, Maria 2.0. steht zwar auch für Kirchenstreik, aber die meisten Mitstreiter*innen der Maria 2.0. Bewegung wollen nicht aus der römisch-katholischen Kirche austreten – sie wollen, dass ihre Kirche sich den Lebensrealitäten ihrer Mitglieder stellt. Echte Tradition ist für Maria 2.0 das Weitertragen der Flamme, nicht das Anbeten der Asche. Ob diese Bewegung eine Anregung für Veränderung für andere starre Organisationen sein kann? – entscheidet selbst – hört rein!

Über diesen Podcast

Herzlich Willkommen beim Female.Vision Podcast: „Frauen – Macht – Veränderung“

Viele Systeme sind im Umbruch und brauchen unsere Mitgestaltung!

Wir sind davon überzeugt, dass wir lernen müssen, neu zu denken, um in Zukunft anders als bisher zu handeln.

In unserem PodCast geben wir dazu Denkanstöße und machen Initiativen zur Gestaltung von Veränderung im Großen und im Kleinen hörbar. Unsere Gesprächspartner*innen berichten von ihrem vielfältigen Engagement und den damit verbundenen Herausforderungen und Lösungen. Sie lassen uns dabei hinter die Kulissen schauen, so dass wir aus ihren Erkenntnissen und Fehlern mitlernen können. Mit diesen Portraits wollen wir ermutigen und inspirieren, sich selbst für Veränderung einzusetzen.

Ursprünglich war unser Fokus eher auf die Stärkung von Frauen und Förderung von Chancengleichheit gerichtet. Im Laufe unserer Gespräche wurde für uns jedoch immer deutlicher, dass gleichberechtigte Teilhabe ein wichtiger Schlüssel für die Bewältigung der gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit ist. Daher beleuchten wir nun Wege zukunftsweisender Gestaltung unserer Gesellschaft insgesamt, und machen Lösungsansätze hörbar - maßgeblich durch Frauen. So tragen wir zu einer „female.vision“ bei.

• Wir geben Anstöße zu Veränderung

• Wir erkunden Erfolgspfade

• Wir machen erlebbar, dass es stärker macht, sich untereinander zu vernetzen

• Wir thematisieren Schubladendenken

• Wir setzen uns für ein gleichberechtigtes Miteinander und gleiche Teilhabe aller ein

• Wir sind davon überzeugt, dass Macht zu haben, also einflussreich zu sein - neben dem Willen zur Gestaltung - notwendig ist, um Veränderung und Entwicklung zu bewirken

• Dabei geben wir insbesondere den weiblichen Perspektiven und Visionen eine Stimme, weil sie wichtig sind und viel häufiger vorkommen und gehört werden müssen

Wir sind: Gudula Merchert-Werhahn, Katharina Eucken und Marlen Nebelung

von und mit Gudula Merchert-Werhahn, Katharina Eucken und Marlen Nebelung

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